Aukey EP-T21 im Test: Wie gut sind die günstigen True Wireless aus China? - PocketPC.ch
So. 07. Juni 2020 um 16:05

Aukey EP-T21 im Test: Wie gut sind die günstigen True Wireless aus China?

von Marcel Laser0 Kommentare

Die Aukey EP-T21 sind bereits etwas länger auf dem Markt und gelten nicht nur bei Amazon als Verkaufsschlager. Kein Wunder: Die True Wireless In-Ears sind sehr günstig zu haben, sollen eine gute Akkulaufzeit aufweisen und gleichzeitig auch noch sehr gut klingen. Dinge, die andere Ear Buds dieser Form aber auch versprechen. Bleibt nur die Frage, ob die Aukey-Kopfhörer dieses Versprechen trotz des niedrigen Preises halten können. Wir haben die kleinen kabellosen Stöpsel einmal ausprobiert.

 

Aukey EP-T21 im Test: Schlichtes Design vom Kopfhörer bis zur Ladeschale

Was zu aller erst einmal auffällt, ist das sehr unauffällige Design der kleinen China-Knubbel. Sie scheinen weder modern durchgestylt, noch kommen sie mit irgendwelchen optischen Highlights daher. Sogar die Verpackung besteht komplett aus unlackiertem Karton, was uns an dieser Stelle wirklich gut gefallen hat. Ansonsten kommt aber, wie eigentlich auch zu erwarten, viel Plastik zum Einsatz. Das betrifft sowohl die Kopfhörer, als auch die Ladeschale, aber das ist bei dieser Produktkategorie auch nahezu normal.

Die Ladeschale sowie die Stöpsel sind in mattem Schwarz gehalten. Ein Magnet im inneren der Schale und der Kopfhörer hält die In-Ears sauber in der Schale fest, um die diese gegebenenfalls dort auch sauber aufladen zu können. Hinten findet sich ein microUSB Anschluss, der in der heutigen Zeit etwas altbacken wirkt. Da nun schon seit Jahren USB-C bei vielen Smartphones zum Einsatz kommt und damit die meisten auch ein solches Kabel haben sollten, wäre es schön gewesen, wenn Aukey hier ebenfalls USB-C verbaut hätte. Schlimm ist das nicht, aber man müsste dann nicht ein zweites Kabel mit sich herumschleppen, um die Ladeschale aufzuladen.

 

An der Verarbeitung gibt es ehrlich gesagt wenig zu meckern. Die Kopfhörer fühlen sich solide an, nichts wackelt oder knarzt. Lediglich der Deckel der Ladeschale hätte gerne etwas fester sitzen dürfen. Zudem wirkt das leicht transparente Design (wahrscheinlich weil das Plastik der Schale recht dünn ist) etwas “billig”, ist aber eigentlich auch nicht tragisch.


Aukey EP-T21 im Klangtest: Ausgewogene Abmischung mit Bass-Fokus

Irgendwie scheint es fast schon Standard zu sein, günstigere In-Ears basslästig auszulegen. Auch die Aukey EP-T21 bilden in unserem Test dafür keine Ausnahme. Die leicht dunkele Abmischung sorgt für ordentlich Tiefe, ohne aber dabei die Mitten und Höhen zu vernachlässigen. Alle Bereiche bleiben recht klar definiert. Der dunklere, bassbetonte Grundtun bleibt zwar immer hörbar, aber verschluckt wird hier nichts.

Sind Lieder allerdings stark höhenbetont, könnte es zu ein paar Problemen zu kommen. Wir hatten während des Tests das Gefühl, dass die Aukey EP-T21 bei gewissen Spitzen in den Höhen übersteuern oder diese nicht mehr klar wiedergeben können. Vor allem in einigen Lieder von Lindsey Stirling konnten wir es mehrmals beobachten, dass die Höhen der Geige nicht mehr mithalten konnten. Solche Aktionen blieben aber meist nur ein Ausnahmefall und die Lautstärke muss dafür schon im oberen Bereich aufgedreht werden. Im Folgenden einmal eine Liste mit Alben, die wir während des Tests gehört und Spiele die wir gespielt haben.

 

Musiker und Bands Soundtracks von Filmen, Video- und Computerspielen Gespielte Spiele
  • Pendulum – Immersion
  • Skrillex – Bangarang
  • Michael Bublé – To Be Loved
  • Billy Talent – Billy Talent III
  • Anberlin – Blueprints for City Friendship
  • Infected Mushroom – Deeply Disturbed
  • Green Day – American Idiot
  • Lindsey Stirling – Shatter Me
  • Anime Hits 2020 – The Original
  • Blind Guardian – A Night at the Opera
  • Vanessa Mae – The Classical Album
  • Schandmaul – Narrenkönig
  • Eminem – 8 Mile
  • Killigrew – Tales of Hope
  • Killigrew – The Lost Chapter
  • Killigrew – Distorted Dreams
  • Killigrew – Hiraeth
  • Austin Wintory – Journey (Original Soundtrack)
  • Guild Wars 1 und 2 – Original Soundtracks
  • Pacific Rim – Original Soundtrack
  • Vaiana – Original Soundtrack
  • Enders Game – Original Soundtrack
  • Uncharted – Original Soundtrack
  • Halo 2 und 3 – Original Soundtracks
  • Baldur’s Gate 2 – Original Soundtrack
  • Skyrim – Original Soundtrack
  • StarCraft II – Original Soundtrack
  • Rocket League – Original Soundtrack
  • Portal 2 – Original Soundtrack
  • The Witcher 3 – Original Soundtrack
  • Game of Thrones – Original Soundtrack
  • Destiny – Original Soundtrack
  • Monster Hunter World – Original Soundtrack
  • Real Racing 3 (Mobile)
  • Monument Valley 2 (Mobile)
  • Childrens of Sky (Mobile)
  • The Elder Scrolls: Blades (Mobile)
  • Stranger Things: The Game (Mobile)
  • Arena of Valor (Mobile)
  • Fortnite (Mobile)
  • Call of Duty Mobile (Mobile)
  • Summoners War: Sky Arena (Mobile)
  • Captain Tsubasa: Dream Team (Mobile)
  • Dragon Ball Legends (Mobile)

 

Grundsätzlich bleiben die Gefühle zur Klangqualität, vor allem in Bezug auf meine Interessen, gemischt. Zwar ist die Abmischung schon in gewissen Punkten harmonisch, doch stört mich der leichte, dunkle Grundton dann schon bei vielen Liedern. Jemand der viel Hiphop oder andere Bassbetonende Musik hört, wo Mitten und Höhen eher eine untergeordnete Rolle spielen, wird hier schon mehr Freude haben. Insgesamt würde ich die Klangqualität an dieser Stelle als gut bezeichnen, vor allem wenn man sich den enorm günstigen Preis vor Augen hält, den ihr an dieser Stelle immer im Hinterkopf haben solltet.

Aukey EP-T21 Kopfhörer
Der Sitz in den Ohren ist durchaus hervorragend. (Bild: PocketPC.ch / Laser)

Akkulaufzeit: Keine Dauerläufer, aber ausreichend

Kommen wir zum zweiten Herzstück eines jeden True Wireless-Kopfhörers: Die Akkulaufzeit! Was bringen uns die kleinen Klangstöpsel, wenn wir nicht einmal 2 Stunden Zug mit ihnen fahren können, da sie wieder zurück in die Ladeschale müssen? Ich habe die Aukey EP-T21 nun seit längerer Zeit im Einsatz und bin von der Laufleistung durchaus überrascht. Fast 5 Stunden sind mit den kleinen Stöpseln bei etwas weniger als mittlerer Lautstärke auf einem iPhone 7 Plus drin. Damit sind selbst längere Zugfahrten kein Problem. Allerdings kam ich nie über die angegeben 5 Stunden hinaus, meist lag meine durchschnittliche Rate zwischen 4 und 5 Stunden. Ein ordentlicher Wert.

 

Dank der etwas bullig wirkenden Ladeschale könnt ihr die Laufzeit zudem noch weiter erhöhen. Bis zu 4 Mal lassen sich die Kopfhörer darüber unterwegs laden, was zusammengenommen bis zu 25 Stunden Laufzeit verspricht. Auch hier gibt es wenig zu meckern, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Kopfhörer sich im Case etwas schneller aufladen würden. Nach 10 Minuten waren aber immerhin wieder rund eine Stunde Laufzeit drin. Das geht insgesamt schon in Ordnung.

Mich stört allerdings der Anschluss an der Ladeschale etwas. Hierbei handelt es sich um microUSB und ich habe ehrlich gesagt mittlerweile eine Abneigung gegen den Anschluss entwickelt. In meinem Haushalt gibt es kaum noch Kabel für diese Buchse. Zwar liefert Aukey natürlich ein entsprechendes Kabel mit, aber ich möchte auch nicht unbedingt wieder mehrere Kabeltypen herumliegen haben.

Aukey EP-T21 Fazit: Wirklich viel True Wireless für sehr wenig Geld?

Gleich vorweg: Die Aukey EP-T21 sind tolle True Wireless-Kopfhörer, wenn man natürlich den dafür angedachten Preis bedenkt. Die Audioqualität ist gut, wenn auch mit leichtem Hang zur dunklen Betonung. Der Sitz ist angenehm und sie eignen sich auch für den Sport, nicht nur dank einer guten Akkulaufzeit. Das Gesamtpaket ist einfach stimmig und das eben zum Preis von rund 35 Euro bzw. Schweizer Franken.

 

Dennoch kommen die In-Ears nicht ganz frei von Kritik durch den Testparcours. Sie fühlen sich trotz ihrer Stabilität nicht all zu hochwertig an. Zudem ist die Verwendung von microUSB ebenfalls kein Pluspunkt. Aber hey, wir reden hier immer noch von knapp 35 Zählern auf dem Preisschild. Meist sind die Kopfhörer zu besonderen Angebotstagen noch einmal deutlich reduziert.

 

Alles in allem würden wir an dieser Stelle gerne eine Empfehlung für die Aukey EP-T21 aussprechen. Sie eignen sich nicht nur als Übergang, sondern tatsächlich als ernstzunehmende Alternative für Menschen, die vielleicht nicht all zu viel Geld ausgeben wollen. Uns haben die True Wireless In-Ears gefallen.

 

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